Nachlässe in Arbeit
Offene Bestände. Offene Fragen.
Künstlerische Nachlässe sind selten abgeschlossene Archive. Viele befinden sich über Jahre in einem Prozess des Ordnens, Dokumentierens und Forschens – während sich Werkzusammenhänge erst allmählich erschließen und neue Fragen entstehen.
Die hier vorgestellten Nachlässe geben Einblick in diesen Zwischenstand. Die Profile dokumentieren Werkgruppen, vorhandene Quellen, den Stand der Erschließung und offene Forschungsfragen. Sie verstehen sich nicht als abschließende kunsthistorische Einordnung, sondern als Momentaufnahme eines fortlaufenden Erkenntnisprozesses.
Die Auswahl ist kuratiert. Vorgestellt werden Künstler- und Sammlernachlässe auf Einladung der Kunstagentin. Unterschiedliche Stadien und Situationen der Nachlassarbeit stehen dabei bewusst nebeneinander.
Annemarie Scherer-Haßdenteufel
1910–1990 · St. Wendel, Saarland, Deutschland
Künstlerinnennachlass · umfangreicher Werkbestand · in Erschließung
Gewebe wird Fläche, Fläche wird Raum: Die Entwicklung von Annemarie Scherer-Haßdenteufel führt vom Textilentwurf zur freien abstrakten Arbeit auf Papier — in Übergängen, von denen viele zwischen den Werkgruppen noch nicht erschlossen sind. Der umfangreiche Künstlernachlass wird seit 2023 systematisch bearbeitet. Als Hauptwerk gelten die Mixed-Media-Collagen aus Papier, Sand und Erde, entstanden zwischen 1970 und 1990.
Nachlassprofil →- Nachlassstandort
- Köln
- Status
- Nachlass in Erschließung
